Warum ich gern ein Hobbit wär‘

Popcorn-PerlenAn den letzten beiden Wochenenden habe ich mir die „Herr der Ringe“-Filme und den ersten Teil der „Hobbit“-Trilogie angesehen, ohne zu realisieren, dass genau heute der zweite „Hobbit“-Teil startet. Jetzt bin ich voll im Tolkien-Groove und widme deshalb dieses Popcorn-Post dem ersten Teil der Trilogie – und den Hobbits. Dieses Volk fasziniert mich, weil ich selbst ein halber Hobbit bin.

Schon optisch gibt es zwischen mir und den Hobbits gewissen Parallelen: wir sind a) klein und kriegen b) unsere Frisur selten richtig auf die Reihe, was c) auch an den etwas markanten Ohren liegen könnte (Anschauungsfotos werden nicht geliefert; es möge jeder seine Fantasie benutzen). Hingegen sind meine Füße mit Schuhgröße 35/36 definitiv NICHT groß und eindeutig NICHT behaart.

Neben dem Aussehen teile ich mit den Hobbits auch die Liebe zum trauten Heim. Bei mir läuft immer viel, und das ist ok, aber nur Zuhause kann ich wirklich auftanken, mich ausstrecken und die Seele baumeln lassen. Und das Hobbit-Zuhause, das „Auenland“, hat es mir natürlich auch angetan: die grünen, sanften Hügel und das währschafte Völklein, das gern im Pub sitzt und zur Fiddle tanzt – es fällt nicht schwer, den Ursprung von Tolkiens Inspiration für die Hobbits zu erraten. Wenn ich mir das Auenland vorstelle oder mir einen der Filme ansehe, bin ich wieder in meiner Herzensheimat Irland, über die ich auch schon geschrieben habe.

Vor allem bewundere und liebe ich die Hobbits für ihren Charakter, von dem ich mir gern eine Scheibe abschneiden würde. Sie sind demütig und bescheiden und werden oft unterschätzt, zeichnen sich aber durch Hingabe, Loyalität und einen ungeheuren Mut aus. Und sie geben niemals auf.

Bilbo, der Held des „Hobbit“-Films, war in „Herr der Ringe“ nicht mein Lieblings-Hobbit. Doch im ersten Teil der Trilogie lernen wir den jungen Bilbo kennen und müssen ihn einfach lieben.

Erst ist er ein typischer Vertreter seines Volks, sitzt am liebsten zu Hause am warmen Herd und liebt sein bequemes, sicheres Leben. Darum lehnt er Gandalfs Angebot ab, der ihm ein Abenteuer vorschlägt. Damit ist die Sache aber nicht ausgestanden: Bilbo traut seinen Augen nicht, als unverhofft eine Horde Zwerge auftaucht und sich in seinem Haus breit macht. Er kann nur entsetzt zusehen, wie sie seine Vorräte verschlingen, sein Geschirr in der Luft herumwerfen und lautstark feiern. Als ihm der Anführer Thorin vorschlägt, die Zwerge im Kampf um ihre alte Heimat Erebor zu unterstützen, reizt ihn das schon – aber es fällt ihm zu schwer, das sichere Heim zu verlassen, und so sagt er ab. Am nächsten Tag wacht er auf und stellt erleichtert fest, dass seine Gäste abgereist sind. Endlich allein, endlich Frieden – sein Haus gehört wieder ihm! Doch er findet keine Ruhe, tigert im Haus herum – und rennt schließlich mit gepacktem Bündel aus der Tür und in wildem Tempo über die sanften Hügel, um die Truppe einzuholen. Er hat seine Angst überwunden und sich für das Abenteuer entschieden.

Doch damit fangen seine Herausforderungen erst an. Die Zwerge – allen voran Thorin – haben nicht sonderlich viel Vertrauen in den Hobbit: er ist kein erfahrener Krieger, ist klein und unscheinbar. Und auch Bilbo selbst ist mehrmals versucht, aufzugeben und nach Hause zu fliehen. Den größten Konflikt erlebt er, nachdem er von den Gefährten getrennt wird: mit Hilfe des Rings kann er aus dem Berg und vor Gollum fliehen und holt die Truppe ein. Doch bevor er seine Gefährten erreicht hat, hört er Thorin sagen, dass er ihm nie getraut hat und wusste, dass er nicht zurückkommen wird.

Unsichtbar für ihre Augen steht Bilbo hinter einem Baum und fragt sich, was er tun soll. Warum nicht einfach umkehren und nach Hause gehen? Aber er  entscheidet sich anders, tritt hervor und schliesst sich seinen Kameraden wieder an. Kurz darauf hat er Gelegenheit, allen zu zeigen, wie es um sein Herz bestellt ist: als Thorin vom fahlen Ork Azor bedroht wird, stellt er sich der Bestie mutig in den Weg und rettet Thorins Leben.

Aus Bilbos Verhalten sprechen Demut und eine innere Kraft, die aus seinen tiefen Wurzeln genährt wird. Seine Heimat versorgt ihn auch in der Ferne mit Mut und Durchhaltewillen, und sie inspiriert ihn letztlich, den Zwergen beizustehen: er erkennt, wie kostbar es ist, eine Heimat zu haben, und will das seine beitragen, damit auch die Zwerge ihr Zuhause zurückbekommen.

Mein Zuhause ist die Gewissheit, bei Gott angekommen und angenommen zu sein. An diesen Ort kann ich jederzeit zurückkehren, und dort spielt es keine Rolle, ob ich mit meinen Plänen Erfolg habe und ob ich alle meine Ziele erreiche. Und genau das gibt mir die Kraft, neue Wege zu wählen und Risiken einzugehen.

Und so bald wie möglich führt mich meine Reise ins Kino und zu Bilbos zweitem Abschnitt auf seinem Abenteuer.

Wie stehst Du zu „Herr der Ringe“ – bist Du auch ein Fan? Und: hast Du einen Lieblingshobbit, oder eine andere Lieblings-Figur? Ich freue mich auf Dein Feedback!

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7 Comments

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  1. Liebe Claudia,

    das ist für mich sehr unverständlich, daß Du Dich mit solchen Fantasiefilmen und irrealen Inhalten beschäftigst, die aber doch auf die Lügenwelt, die Unordnung und das Unheimliche hinweisen. Die also böse Quelle offenbaren. Das hat nicht vor GOTT und unserem HERRN JESU Bestand. Diese Dinge kommen aus der Finsternis, sie haben solch einen Erfolg in dieser argen Welt, weil die Welt GOTT nicht kennt. Schon das sollte Dich mißtrauig machen. Du nimmst es leider nicht genau mit dem, was in GOTTES WORT geschrieben steht, so will ich das ohne zu verletzen sagen, denn so geht es oft zu unter den Gläubigen – und sowas nimmst Du ja überall unter den Gläubigen wahr und wirst dadurch beeinflußt und geprägt – eigentlich ist dies zum Entsetzen. Du bist mit solchen Gedanken und Worten in Okkultismus verstrickt, höre darum auf, dich mit Fantasie und solchen Ablenkungen zu beschäftigen.
    Beschäftige Dich aber mit GOTTES WORT und mit guter, christlicher Literatur; da gibt es mehr, als wir lesen können und solche Lebensberichte oder Themata erbauen uns – und bete auch, daß Du Hilfe bekommst, davo frei zu werden. Durch das Ansehen solcher Filme kannst Du in Bindungen geraten, die mehr bedeuten als Du meinst. Ja, ich weiß, die Verführungen sind groß, ich habe auch nichts weiter geschrieben zu Deiner Gemeindezugehörigkeit, da solltest Du die Wurzeln angucken und nimm Dir bitte Zeit, darüber nachzudenken und genügend in der Bibel zu lesen, da lernst Du Gottesfurcht und Weisheit und Klugheit. Ich hoffe, daß noch ein anderer Christ oder eine Schwester sich deutlich zu diesem Thema hier Dir zuliebe äußert. Ich habe mich sehr zurücknehmend ausgedrückt, was ich ja auch soll. Ich will Dich ja nicht verschrecken. Beschäftige Dich doch mal mit dem Thema biblische Archäologie und mit dem Thema Arche, das ist echt hochinteressant. Die Arche liegt noch immer da oben auf dem Arrarat. Du weißt, das ist keine Fantasie, die Sintflut und das Sterben derer, die nicht drinnen waren. GOTT tut das was ER sagt, ER ist aber sehr geduldig, um uns zu retten.

    Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack

    .

    • Lieber Michael,
      Ich kenne die verschiedenen Ansichten zu solchen Filmen – ich habe hier eine andere Sicht. Ich habe weit grösseres Vertrauen in Den, Der in mir lebt, als dass ich befürchten würde, ein Fantasybuch eines notabene Christen wie Tolkien könne irgend welchen Schaden anrichten. Ich weiss, dass Dich das kaum überzeugen wird – wird werden uns in dieserm Thema nicht finden. Vielleicht meldet sich ja noch ein Theologe oder anderer Christ, der dazu eine Meinung hat und unseren Diskurs bereichern möchte 🙂 Beste Grüsse, Claudia

  2. … ich bin entsetzt über Menschen, die einen solchen Eintrag wie den obenstehenden verfassen.
    Claudia, deine Meinung zum Thema ist super – ich denke auch so. Jeder hat verschiedene Ansichten zu diesen Filmen. Ich kann damit auch nichts anfangen – du hast mich aber „gwunderig“ gemacht 😉 Grüessli, siwi

    • Ihr Lieben

      ´Sein ist der irrt, Sein ist, der irreführt`; Hiob 12, 16.

      Es sind leider sehr viele, Christen und auch andere Menschen, die irren und sehr viele aus beiden Lagern sind auch Verführer. Es kann ja auch nicht anders sein, weil wir Menschen alle mannigfaltig sündigen.
      Doch wenn wir zum Fürsten des Lebens gekommen sind, so heißt es: ´Seid doch recht nüchtern und sündiget nicht`, 1. Kor. 15, 34. ´Auch dürfen wir nicht mehr wandeln wie vorher`, z.B. Eph. 4, 17. Woanders und oft heißt es auch in der Bibel, daß es sehr um Einigkeit, Einheit, auch Einhelligkeit geht. Eure Worte übergehen aber diese sehr wichtigen Gedanken, die Weisungen GOTTES sind.

      Das Okkulte hat sich so ausgebreitet, daß es überall und in allen Bereichen des menschlichen Tuns mannigfaltig zu finden ist. Dies ist eine Seuche, eine unheimliche Tatsache. Das gehört mit zur Sündenflut unserer Tage. Und dazu kommt, deshalb ist es ja auch so, eine Taubheit der Gläubigen gegenüber diesen Dingen. Aber wir brauchen als Gläubige da Klarheit: ´Im Verstehen aber seid vollkommen`. Denn mit dem Okkulten verbunden sein, wenn man sich z.B. für sowas sogar begeistert, solche Filme sieht, sowas praktiziert, beschwichtigend dies abtut oder leichtfertig damit umgeht, das ist doch zum Schaden und sogar verderblich. ´Ich will nicht, daß ihr in Gemeinschaft seid mit den Dämonen`, sagt Paulus deutlich. Darum nehmt Euch daß zu Herzen, was ich hier geschrieben habe. Auch ich war früher als junger Mensch in okkulte Dinge geraten, es geht sehr schnell, z.B., daß man von einem Bekannten oder auch von einem Verwandten ein entsprechendes Buch geschenkt bekommt – es gibt diese Bücher zu hunderten und wahrscheinlich noch mehr davon – und das gerät zum Einstieg in die okkulte Welt. Das geschieht aber auch eben durch Filme, Ärzte, Bekanntschaften, usw. GOTT helfe Euch sehr durch den HERRN, wirklich den schmalen Weg zu gehen – Hüt Dich, feinst Blümelein.

      Mit freundlichen Grüßen, Michael Sack

      .

  3. Liebe Claudia, hallo Michael

    Jeder soll sich im TV das anschauen was er will. Wir werden sicher nicht durch solche Filme von unserem Weg abgeführt.

    Nun Michael, Glauben ist eine innere Einstellung und hat nicht’s mit Bibel zitieren zu tun. Glaube ist Gefühl, Wissen und Vertrauen!!! Wer wirklich glaubt ist auch nicht so fanatisch und sagt anderen was sie zu tun haben und wie sie sich verhalten sollen, denn er/sie weiss, dass wir geführt werden.

    Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen…

    Liebe Grüsse
    Bianca

    • Liebe Bianca, danke für Deinen Kommentar; ich sehe es ähnlihc wie Du. Ich kann verstehen, wenn jemand sich die Filme nicht ansieht, weil er sich damit nicht wohl fühlt. Ich habe mir vor zehn Jahren auch noch Filme angesehen, die ich heute einfach nicht mehr schauen will – aber das ist meine persönliche Entscheidung. Ich schaue mir gern Filme an, die einen positiven „Gehalt“ haben, und dazu zähle ich Tolkien auf alle Fälle 🙂 Liebe Grüsse, Claudia

  4. Liebe Claudia, liebe Bianca,

    was unsere Wege betrifft: ´Alle deine Wege seien gewiss`, Spr. 4, 26, so heißt es in GOTTES WORT. Auch neutestamentlich gibt es diese Weisung in Hebr. 12, 13. Wir haben also sehr wohl als gläubige Christen darauf zu achten, wie wir leben und handeln, was wir so tun und lassen. Und müssen GOTT einmal Rechenschft geben. Also, ´alles was Böse ist, davon sollen wir uns fernhalten`, es prägt uns mehr, als wir denken.

    Und besonders an Bianca, was den Glauben betrifft. So heißt es doch: ´Der unverständige glaubt noch alles`, so sagt die Bibel in Sprüche 14, 15. Und genau so ist es doch. Was die Leute alles glauben, das ist ja haarsträubend, ohne hier auf irgendetwas Finsteres und Verkehrtes davon einzugehen. Das lehrt uns doch auch die Lebenserfahrung, wie verkehrt die Leute oft liegen, ich war ja selber so. Besonders als junger Mensch ist man da in großer Gefahr, die Dinge zu verkennen.
    Und bei den Frommen ist es so, da glauben die einen Frommen an das Fegefeuer, andere Fromme glauben an die Taufe für die Toten, wieder andere daran, das der Berg GOTTES im Sinai ist – er ist aber in Arabien, Galater 4, und heißt heute ‚Jabal al Lawz ‚. Das Gelände ist dort abgesperrt, weil dort die archäologischen Beweise für den Aufenthalt der Israeliten nach dem Durchzug durch das Rote Meer zu finden sind, im Internet gibt es Beiträge davon, und heute heißt dieser Arm des Meeres ‚Golf von Akabba‘. In diesem liegen auch die Räder der ägyptischen Kampfwagen, eine ganze Menge, Korallenüberzogen auf Sand, und sie liegen dort, wo ein Durchzug durch das Meer möglich ist, wenn der Wasserstand niedriger ist, dann sind die Auf- und Abstiege auf dieses Höhenneveau der Landbrücke auch für ein Volk mit Gepäck und so möglich. Diese Sache hat mich sehr erstaunt und festigt den Glauben an die Bibel. Der deutsche Film darüber ist aber aus dem Netz verschwunden.

    Und wir Menschen werden nicht nur von Oben geführt, wir werden auch von Oben regiert, schau mal z.B. Psalm 74, 22a. Das Ganze lenkt und regiert ER, SEIN SOHN. Und da gibt es so viele andere Bibelstellen noch. Dort steht auch: ´DEIN ist der Tag und DEIN ist die Nacht`, und: ´GOTT ist ja mein König von alters her, der alle Hilfe tut, die auf Erden geschieht`. GOTT will uns ja helfen in dieser argen Welt, uns unsere Sünden vergeben, damit wir nicht länger in die Irre gehen. Deshalb sagt er vor allem den SEINEN vorher, was zukünftig ist – u n d zu den SEINEN auch: Fürchtet euch nicht!

    Viele Grüße, Michael Sack
    .

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