Meine 5 grossen MERCI für 2013

Merci 2Die Altjahr-Woche ist wieder im Flug vergangen, und neben der Feierei blieb wenig Zeit, um Atem zu holen. Ein paar Momente des Nichtstuns und Sinnierens waren mir dennoch vergönnt, und in diesen kostbaren Augenblicken habe ich mir überlegt, wie ich 2013 auf einen Punkt bringen könnte. Alles in allem will und darf ich wieder einmal dankbar sein. Hier daher meine fünf grossen MERCI für:

Meine Gesundheit

Meine diesjährigen Arztbesuche galten dem Dermatologen in Sachen  Muttermale und einem lange hinausgeschobenen Termin beim Zahnarzt ohne schlechte Nachrichten. Ich stehe jeden Tag ohne nennenswerte Beschwerden auf (ein gelegentliches „Ziehen im Rücken“ muss man in meinem Alter wohl hinnehmen). Alles in allem war ich ein Jahr lang fit und wohl – Grund zur Freude.

Mit allen Sinnen geniessen

Seit ich so viel schreibe, nehme ich mich selbst, andere Menschen und die Welt um mich herum schärfer wahr. Plötzlich sehe ich nicht nur ein Gesicht, sondern ein Leben,  sehe Freude und Ärger, Facetten der Persönlichkeit – den Reichtum, der in jedem Menschen steckt und eigentlich nicht auf den ersten Blick sichtbar ist.  Unsere Sinne sind ein Geschenk – viele Menschen müssen  auf einen oder mehrere davon verzichten und haben es schwerer, ein unabhängiges Leben zu führen. Ich will auch nächstes Jahr meine Sinne auskosten und mich daran freuen.

Spannende Ziele

Das erste Mal in meinem Leben arbeite ich auf ein Ziel hin, das mich begeistert  und für das ich fast alles tun würde. Das hat eine enorme Energie in mir freigesetzt – es führt mich an meine Grenzen, lässt mich Ängste überwinden und hilft mir, der Mensch zu werden, als der ich gedacht wurde. Ich bin gespannt auf das, was kommt.

Krisen, Frust und Ärger

Ich freue mich nicht über Krisen – aber  sie lehren mich, Entscheidungen zu treffen. Wie reagiere ich in Konflikten? Für welchen Weg entscheide ich mich? Stelle ich mich einer unangenehmen Situation, und bin ich bereit, meinen Anteil daran einzugestehen, oder verhärte ich mich? Wie unangenehm sie auch sein mögen – ich habe aus solchen Situationen viel gelernt und will auch weiter bereit sein, mich Herausforderungen zu stellen.

Meine Lieben

In einem früheren Post habe ich den Soziologen Glen Bateman aus Stephen Kings „Das letzte Gefecht“ zitiert: „Christus hätte sagen sollen: ‚Ja wahrlich, wo zwei oder drei von euch beisammen sind, wird irgendein anderer Typ fürchterlich eins auf die Rübe kriegen.“ Wir wissen alle, dass Gemeinschaft unter Menschen unglaublich herausfordernd sein kann. Ich liebäugle in solchen Situationen mit der einsamen Höhle – aber wie arm wäre mein Leben, wenn ich diesen Fluchttraum umsetzen würde? Und wie viele Menschen haben niemanden, über den sie sich ärgern können? Heute denke ich an all die Menschen, die mich unterstützen, mit mir streiten, mich herausfordern, sich mit mir freuen – und jeden Tag meines Lebens bereichern.

 Meinen Glauben und Gottes Versorgung

Ich bin bezüglich materieller Grundbedürfnisse gut versorgt und musste in diesem Jahr in der Abteilung kein grosses Gottvertrauen beweisen. Aber neben dem Überlebensnotwendigen haben wir alle unsere Wünsche und Sehnsüchte – nach grossen Reisen und schönen Dingen, nach Erfolg, Anerkennung oder Beliebtheit. Ich darf darauf vertrauen, dass Gott mich mit dem versorgt, was ich brauche – genau dann, wenn ich es brauche. Ich tue das, was in meiner Macht steht, und überlasse den Rest Ihm. Nichts ist befreiender.

Meine Dankbarkeit für alles, was ich erleben und erfahren durfte, richtig sich am Ende immer an Gott. Der folgende Text einer alten amerikanischen Hymne drückt dieses Vertrauen aus, das ich mir auch fürs neue Jahr bewahren will.

Merci 1

Bleibend ist Deine Treu, o Gott mein Vater
Du kennst nicht Schatten, noch wechselt Dein Licht
Du bist derselbe, der Du warst vor Zeiten
An Deiner Gnade es niemals gebricht

Bleibend ist Deine Treu, bleibend ist Deine Treu
Morgen für Morgen Dein Sorgen ich seh‘
All meinen Mangel hast Du mir gestillet
Bleibend ist Deine Treu, wo ich auch geh

***

Wie war Euer 2013 – könnt Ihr dankbar zurückblicken, oder denkt Ihr eher „neues Jahr, neues Glück?“

 In jedem Fall  wünsche ich Euch einen tollen Jahresübergang –  egal ob friedlich zu Hause oder lautstark am Feiern. Auf ein Wiederlesen im brandneuen 2014!

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1 Comment

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  1. Liebe Claudia
    Ich schliesse mich gerne deinen 5 grossen „MERCI“ an. Trotz täglichen Schmerzen ist das Leben schön, interessant und voller Freuden. Dankbar nehme ich dies als Geschenk an. Das tägliche Leben enthält natürlich nicht nur Freuden, sondern wie du schreibst auch Krisen, Frust, Ängste. Von den seelischen Verletzungen ganz zu schweigen. Ich weiss natürlich, dass diese Dinge zum Leben gehören und dass sie irgendwo einen Sinn haben. Auch wenn die Frage „warum musste dies passieren“ immer wieder gestellt wird, weiss ich es hat Sinn! Für mich und für andere Beteiligte.
    Also auch für Auseinandersetzungen bin ich dankbar – obschon ich es manchmal nicht wahrhaben will. Wie viel einfacher ist es doch wütend und verletzt zu sein, an Gott zu zweifeln – obschon ich weiss, dass er gibt was ich brauche.
    Dir ein erfülltes, glückliches 2014
    siwi

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