Herr, weck den Kirk in mir!

In meinem ersten Jahrespost habe ich den guten Vorsatz verkündigt, mir dieses Jahr keine Vorsätze zu machen. Seitdem ist gut eine Woche verstrichen – und schon habe ich meine Meinung geändert. Schuld daran ist Anita Mathias mit ihrem „Ein-Wort-Vorsatz“.

In ihrem Post erzählt Anita, wie sie sich dazu entschlossen hat, anstelle von Vorsätzen nur ein Wort als Jahresmotto auszuwählen – sie hat sich nach längerem hin und her für das Wort „Alignment“ (Ausrichtung) entschieden.

Die Idee hat mich fasziniert. Was für ein Wort könnte ausdrücken, mit welcher Haltung ich dieses neue Jahr angehen möchte? Was für Eigenschaften brauche ich, um den Herausforderungen gewachsen zu sein, und was fehlt mir noch?

Ich werde in diesem Jahr in vielerlei Hinsicht Neuland betreten. Einerseits im Zusammenhang mit der neuen Gemeinde, der ich angehöre, vor allem aber bezüglich meines Projekts. Wenn ich mir überlege, was ich für dieses Vorhaben brauche, sieht es nach einer ersten Bilanz nicht schlecht aus: ich glaube, ich habe genug Durchhaltewillen und Disziplin, Geduld, die nötige Portion Demut und Selbstkritik sowie ausreichend Selbst- und Gottvertrauen, um die nötigen Schritte zu tun. Dennoch habe ich bei genauerem Hinsehen eine Eigenschaft ausgemacht, die ich dringend brauchen werde und von der ich noch nicht so viel in mir trage.

Aus diesen Gedanken habe ich mir ein Motto gebastelt, das ich schon einmal in einem Post verwendet habe – es passt nicht in ein Wort, ist aber trotzdem kurz und knackig. Ladies and Gentlemen – I proudly present my „words of the year“:

To boldly go!

Ich werde dieses Jahr Schritte tun, die ich noch nie getan habe und die mich aus meiner Wohlfühlzone hinauskatapultieren. Ich werde – was mein Universum betrifft – in Galaxien vorstossen, die ich nie zuvor gesehen habe. Dafür muss ich den draufgängerischen Teil meiner Persönlichkeit (wo auch immer sich der versteckt) aus dem Schlaf rütteln.

Mein Favorit im Star Trek Universum ist normalerweise Captain Jean-Luc Picard, der zurückhaltende Geschichtsfreund, der gern Earl Grey trinkt und einen hintergründigen Humor hat. Für dieses Jahr werde ich mich einmal am grossen James T. Kirk orientieren, der „Boldness“ – Wagemut, Verwegenheit, Unerschrockenheit und Kühnheit – verkörpert wie kein anderer. Wie er die Grenzen des Universums erobert hat, will ich meine Schritte in eine neue Welt setzen – ohne Angst, mit genug Frechheit und einer Portion Waghalsigkeit.

Ich habe ein Bild von Kirk gesucht, auf dem seine Kirkigkeit so richtig rüberkommt, und habe versucht, mich in diese Haltung hineinzudenken. Anbei das Resultat:

james-t-kirkboldly go Kopf

Wie Ihr seht, brauche ich noch etwas Übung. Die ersten Versuche waren noch schlimmer – da sah ich wie Lieutenant Data aus, und das wäre im Zusammenhang mit meinem Vorhaben nicht ganz der richtige Ansatz. Aber es kann ja noch besser werden.

Ich werde mir das Kirk-Bild jedenfalls ausdrucken und an die Tür meines Arbeitszimmers hängen. So sehe ich jeden Morgen vor dem Arbeitsbeginn „Jim“, der sein Ding macht, ohne sich darum zu scheren, was andere denken. Die paar Mal, die er übers Ziel hinausgeschossen ist, werde ich einfach ignorieren und mir das Beste aus seiner Haltung zu eigen machen.

In diesem Sinne – to boldly go!

Hat Euch diese „Ein-Wort-Idee“ auch inspiriert? Was sind Eure Pläne für das Jahr, und was für ein Wort würdet Ihr wählen? Ich freue mich auf Euer Feedback!

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6 Comments

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  1. Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft für Deine Vorhaben.

    Vorsätze habe ich ja keine – und im Moment fehlt mir die Zeit und die Kraft, über ein Wort nachzudenken ehrlich gesagt. Ich versuchen einfach immer optimistisch in den Tag zu gehen. Jeder Tag birgt eine Chance – man muss sie „nur“ finden und versuchen zu nutzen 😉

    • Danke Dir! Im Grunde drücken Deine Worte ja auch eine tolle Einstellung, mit der Du Dein Leben angehst. Wenn wir wirklich jeden Tag als neue Chance sehen und uns darauf konzentrieren, uns hier und heute ganz zu investieren, haben wir viel Energie zur Verfügung – die sonst im Grübeln über Vergangenes oder Sorgen um Zukünftiges untergeht. Im Grunde sagst Du im besten Sinne „Heute ist heut!“ Find ich klasse 🙂

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