Schon gestern, als ich die „Jolly Christmas“ ausgerufen habe, sind sie mir durch den Kopf gegangen: die Menschen, die an dieser Zeit keine Freude haben, aus was für Gründen auch immer. Vielleicht stört sie nur der Konsum. Vielleicht haben sie einen lieben Menschen verloren und fürchten sich vor dem ersten Weihnachtsfest ohne ihn; ich erinnere mich noch gut an das erste Weihnachtsfest ohne meine Ma. Vielleicht befinden sie sich einfach in einer Talsohle, und das „Tirili“ der freudigen Weihnacht tut nur weh.

Im christlichen Musikbereich stellen wir das Preisen, das Erheben Gottes ins Zentrum, und das ist gut so. Aber wir brauchen auch Lieder, in denen wir unsere Fragen, unsere Zweifel und unsere Qual vor Gott bringen können, wie David es in seinen Psalmen getan hat. Es liegt Trost und Kraft in solchen Songs. Hier meine liebsten Songs dieser Art.

Ich habe schon David und seine Psalmen erwähnt. Viele der Songs, die sich mit dem Leiden befassen, sind von ihnen inspiriert worden; einer davon ist das Lied „It is well with my soul“. Der Autor hat es geschrieben, nachdem er seine Töchter bei einer Seeüberfahrt verloren hatte. Es gibt verschiedene schöne Versionen; meine Favorites sind die von Brian Doerksen (mit Infos zur Liedgeschichte) und eine Liveaufnahme der Isaacs (unbedingt bis am Ende anhören; es hat zwar einen kleinen technischen „Hick“ drin, aber der Schlussakkord ist Wahnsinn)!

Brian Doerksen, ein kanadischer Musiker und Sänger, ist einer der Vorreiter, wenn es um solche Lieder geht. Ein weiteres Favorite von mir ist sein Lied „How long o Lord“.

Eine weitere alte Hymne in einer ergreifenden Version singt Audrey Assad, eine amerikanische Sängerin mit syrischen Wurzeln, die ich gerade erst entdeckt habe. Ich liebe ihre Stimme, und ihre Version von „Abide with me“ hat besondere Kraft, weil sie sie in einer Zeit aufgenommen hat, als sie selbst tiefe Glaubenszweifel hatte. Das Video endet mit dem Beginn von Assads Version des Liedes „Ubi Caritas“.

Und zum Schluss eine rohe Version eines neuen Songs der irischen Band „Rend Collective“. Sie haben ihn im Anschluss an den Anschlag in Manchester geschrieben, und ich liebe den Titel „Weep with me“. Gott sieht unsere Tränen und ist auch in diesen Zeiten mit uns. Er war selbst Mensch und hat Verrat, Verlust, Verlassenheit erlebt, und unsere Tränen sind auch seine.

Für Euch alle, die mit dieser Season, mit sich oder mit Gott kämpfen: Ihr seid nicht allein <3.

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In zehn Tagen ist schon Heiligabend, und gerade ist meine Vorfreude etwas gedämpft. Letztes Wochenende war ich zweimal im Einsatz, um anderen musikalisch-textlich Weihnachtsstimmung zu vermitteln. Das war eine schöne Erfahrung, aber bei mir selbst hat es die Batterien etwas geleert. Gegensteuer gebe ich – was wäre besser? – mit meinen liebsten „Songs of the Season“.

Ein Evergreen, an dem ich immer wieder Freude habe: Die „Unlimited Singers“ mit ihren tollen Jazzklängen. Hier und heute für Euch „Night Bethlehem“:

Seit einem Jahr bin ich auch ein grosser Fan von Lauren Daigle, deren Interpretation von Chris Tomlins „Noel“ ich wunderbar finde. Sie hat aber auch eine tolle, jazzige Interpretation von „O holy night“ aufgenommen. Was meint Ihr?

Die Heiligabendsongs spare ich mir noch auf, dafür heute noch etwas Brandneues für Folkfans: der Produzent meiner CD, Norm Strauss, hat den ersten Weihnachtssong seines Lebens produziert; wunderschöne Klänge und ein toller Text. Hört HIER rein, und wenn Ihr 99 kanadische Cents übrig habt, dann holt Euch dieses Lied!

Wie ist es mit Euch? Welche Klänge verbindet Ihr mit Weihnachten, was bringt Euch in Stimmung? Lasst hören!

 

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Der heutige Sonntag hat bei uns still und weiss gestartet; der ideale Tag, um sich mit ein paar Filmen in Weihnachtsstimmung zu bringen. Und da gibt es so einige, die ich mir im Vorfeld und während Weihnachten gern ansehe. Während sich die Amerikaner immer gern „Stirb langsam“ reinziehen, stehen wir in Europa mehr auf die süsseren Exponate. Da wäre zum Beispiel das legendäre „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ mit der unvergesslichen Filmmusik, das auf allen TV-Kanälen rauf und runter gezeigt wird. Ich mag den auch, aber meine persönlichen Favoriten sind andere:

Aus der moderneren Sparte schaue ich mir immer wieder gern „Love actually“ an; ein Film, der alles hat: Liebe und Tod, Humor, Verrat, Sehnsucht, und natürlich tolle Schauspieler wie Keira Knightley, Alan Rickman, der dieses Jahr gestorben ist, Emma Thompson, Andrew Lincoln (für Netflix-Fans: „Rick“ aus The Walking Dead) und natürlich Hugh Grant als britischer Premierminister, der es den Amis so richtig zeigt. Für alle, die etwas Erheiterndes brauchen, hier die Tanzszene des „Kicking Ass Prime Minister“:

Wenn ich dann bereit bin für noch mehr Weihnachten und, wie die Amerikaner solche Filme nennen, einen „Weep-a-Ton“ (einen Film, bei dem man etwa zwei Packungen Taschentücher braucht), sehe ich mir „Der kleine Lord“ an. Diese Geschichte über den Jungen, der das Herz eines alten, verbitterten Mannes erweicht, ist einfach der Inbegriff von Weihnachten. Ich habe bereits einmal einen längeren Post zum Film gemacht; heute als Appetizer der deutsche Trailer zum Film.

Und was sind Eure Lieblinge, die Ihr um die Weihnachtszeit nicht verpassen wollt? Heute wäre der richtige Tag, um es sich mit Popcorn vor dem Fernseher gemütlich zu machen…!

Schnee – ein Wort, das wunderbar zu dem passt, was es aussagt! Es strahlt die Ruhe und Stille aus, die über die Welt fällt, wenn eine gute Portion weisser Pracht vom Himmel gefallen ist. Schnee trägt zur stillen Erwartung der Adventszeit bei; wenn Flocken leise fallen und die Schritte durch das glitzernde Weiss gedämpft sind, so dass nur das wundervolle, knarzende Geräusch übrig ist, das die Stiefel auf der unberührten Schneedecke machen, ist der Winter richtig da, und wenn der Schnee auch noch termingerecht an Weihnachten kommt – was gibt es Schöneres?

Als Kinder durften wir solche Weihnachten oft erleben. Dann war der Weg zu unserem Mehrfamilienhaus nur auf einer Breite von einem Meter freigeschaufelt, und links und rechts davon türmte sich ein halber Meter glitzerndes Weiss. Das ist leider seit Jahren nicht mehr vorgekommen, und so freue ich mich heute an der Erinnerung an diese alten, schneereichen Zeiten.

Natürlich hat die Ankunft des ersten Schnees auch ein par nicht so erfreuliche Auswirkungen. Obwohl die Schweiz nach wie vor ein Schneeland ist, bekommt man beim ersten Wintergruss immer den Eindruck, dass weder der öffentliche Verkehr noch der private damit gerechnet haben. Züge fallen aus, Stellverwerke sind vereist; Auffahrunfälle blockieren die Strassen, weil der eine oder andere wider besseren Wissens noch mit Sommerpneus unterwegs ist oder einfach nicht einberechnet, dass Autos auf vereisten, verschneiten Strassen anders reagieren.

Dieses Jahr hat uns einen voradventlichen Schneegruss beschert, und die oben erwähnten Ereignisse sind zielsicherer eingetroffen als manches Paket mit dem bestellten Weihnachtsgeschenk. Auf der Grenchner Facebook-Gruppe wurde schon die suboptimale Schneeräumung beklagt. Mich hat die Unbill des Wetters nicht besonders betroffen, und so freue ich mich an den ersten Bildern unseres schnee-bestäubten Gartens – wer weiss, ob wir an Weihnachten das Glück haben!

Wie ist das bei Euch? Gehört Schnee zu Weihnachten, oder seid Ihr froh, wenn er ausbleibt? Egal, was davon zutrifft, wünsche ich Euch heute einen wunderbaren 1. Advent!

Lichtblicke im Advent? Brauchen wir die denn überhaupt? Paradoxerweise haben wir sie, wie es mir scheint, in dieser Zeit besonders nötig.  Ein Grund dafür ist die Jahreszeit – wir fahren im Dunkeln zur Arbeit und kommen im Dunkeln nach Hause, und wer Pech hat und in einer Gegend wie der meinigen wohnt, sieht die Sonne wegen des Hochnebels auch tagsüber nicht allzu oft. Der andere Grund ist, so traurig es tönt, die „Season“. Was einst eine Zeit freudiger Erwartung war, hat sich zu einem Reigen von must-do’s und Anlässen entwickelt, so dass kaum Musse bleibt, den Advent zu begehen.

Anlass genug für mich, den Dezember in einer Art lückenhaftem Adventskalender den lichten Augenblicken zu widmen, die diese Zeit bietet. Aber ich habe noch einen dritten Grund. Ende Oktober habe ich mein Buch wieder einmal meiner Agentin geschickt, damit sie es durch den lektoralen Fleischwolf dreht, und seit da denke ich jeden Tag daran, endlich wieder ein Post zu schreiben. Aber bisher harzt es, und wahrscheinlich spielt neben dem vielen „was läuft“ auch mein Perfektionismus eine Rolle: Je mehr ich an meinem Buch feile, desto anspruchsvoller werde ich, was meine Texte angeht, desto mehr frage ich mich, was ich hier eigentlich schreiben kann, das noch nie jemand geschrieben hat – der innere Kritiker auf voller Fahrt.

Aus all diesen Gründen widme ich dem Advent kleinere Posts, in denen ich mich an etwas freue, das zur Jahreszeit gehört, denn da gibt es vieles: von Adventskalendern über den Schnee, wenn er denn kommt, von traditionellen Liedern über den Christbaum finde ich Lichtblicke, die mich innehalten lassen. Und vielleicht habt ja auch Ihr Bedarf, den Advent zu begehen, indem Ihr im hektischen „Was muss ich noch?“ einen Augenblick innehaltet. Es würde mich freuen! Für heute füge ich als kleinen Lichtblitz mit „Hier will ich bleiben“ einen musikalischen Happen aus der eigenen Küche bei. Der Tonus mag etwas melancholisch sein, aber der Refrain des Liedes passt ganz gut in diese Zeit weihnachtlicher Erwartung:

Ich tauche ein in ein neues Licht
In einen Strahl, der durch die Wolken bricht
Stark genug, alle Schatten zu vertreiben
Ich fühl‘ mich warm und gut – hier will ich bleiben.

 

Damit Euch allen einen guten baldigen Start in den Dezember!

Heiligabend ist da, und wie jedes Jahr will ich zu diesem Freudentag ein Post verfassen. Aber einfach ist es dieses Jahr nicht. Die Welt wirkt zerbrochen, und das nicht nur wegen des Terrors, dwe diese Vorweihnachtswoche überschattet hat.

Wir möchten die Geschichte der Menschheit als aufwärtsführenden Pfad sehen, auf dem sich der Mensch Stück für Stück weiterentwickelt. Aber obwohl der Mensch in bestimmten Epochen immer wieder über sich hinausgewachsen ist und die weltweiten Zahlen zu Kindersterblichkeit, Ausbildung und extremer Armut heute viel besser aussehen als vor 200 Jahren, lässt mich der Blick in die Jahrhunderte, in die jüngste Vergangenheit und auf die Gegenwart ernüchtert zurück. Wenn ich mir die Kriege und Greuel seit dem Zweiten Weltkrieg, die nackte Gier und den explodierenden Kommerz in der westlichen Welt ansehe, komme ich zu einem bitteren Schluss.

Weder Aufklärung noch wissenschaftlicher Fortschritt noch die durch Globalität verblassenden Grenzen haben den Menschen im Grunde seines Herzens verändert. Ja, er ist fähig zu Güte, zu Grosszügigkeit und Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit, aber im tiefsten Grund seines Herzens sieht er nur sich selbst und ist oft nicht willens, sich nur ein Jota in einen anderen Menschen hineinzuversetzen. Und die wissenschaftlichen Fortschritte haben dieses Wesen voller Machtstreben, Egoismus und Gier mit abertausenden neuer Möglichkeiten ausgestattet, seinen Willen durchzusetzen und andere zu unterdrücken oder zu vernichten.

An diesem Heiligabend 2016 sehe ich eine Welt in Trümmern, die sich vor Schmerzen windet. Eine Welt, die beweist, dass es mit der Sapientia des homo sapiens nicht weit her ist.

Und doch gibt es Gründe, gerade jetzt Weihnachten zu feiern.

Auch die erste Weihnacht ist in eine Zeit und eine Region des Aufruhrs gefallen. Gott hat nicht auf einen schönen und erhabenen Moment der Menschheitsgeschichte gewartet, um sich zu uns zu begeben – er kam mitten in das Chaos hinein.

Und so bedrückend und beängstigend wir diese Zeit empfinden mögen: In der Erkenntnis der menschlichen Grenzen und der menschlichen Widerborstigkeit, der sich wiederholenden Zyklen in der Menschheitsgeschichte, liegt ein gleichzeitig ernüchternder wie befreiender Gedanke: Der, dass unser hehres Geschlecht der Aufrechtgehenden, so sehr es das auch versucht, sich nicht selbst erlösen kann.

Und wir versuchen es unaufhörlich. Der moderne Mensch, der sich meist weigert, an einen Gott zu glauben, der ihn erlösen muss, lebt nicht frei und fröhlich vor sich hin, sondern verdammt, rechtfertigt und erlöst sich selbst in einem fort. Dieser Gedanke ist nicht von mir; ich habe ihn aus einem Blogbeitrag von Christof Lenzen, der ihn wiederum aus einem Vortrag von Andreas Malessa hat.

Der Mensch braucht auch keine Hölle mehr, denn er lebt bereits in einer. Er steht unter dem Druck, ein Leben zu leben, das „Erfolg“ ausstrahlt, er versucht, all den zivilisatorischen Regeln zu folgen, die mindestens so religiös verbrämt daherkommen wie die Zehn Gebote, und weil er nicht genügen kann, muss er sich immer wieder freisprechen. Das ist anstrengend, und vor allem funktioniert es nicht. Und genau hier liegt die harte, aber befreiende Erkenntnis:

Wir brauchen Gott.  Allein können wir es nicht und werden es nie können.

Aber wir müssen auch nicht, denn genau das bedeutet „Gnade allein“. Und an Weihnachten folgt, passend zum anstehenden Luther-Jahr, neben dem „Sola Gratia“ der Blick auf die Krippe, auf das „Solus Christus“. Nur Christus kann uns erlösen, nur durch ihn haben wir den Zugang zum Vater, die Erlösung der Sünde. Diese Aussage kann einengend und selbstgerecht wirken, aber diese Selbstgerechtigkeit wird dadurch aufgehoben, dass dieses Angebot allen Menschen gilt.

Ich feiere heute auch meine eigene Begegnung mit Jesus. Ich feiere, dass ich in den Jahren, in denen ich ihm in all meiner Unbeholfenheit und Widerborstigkeit gefolgt bin, schon viel Befreiung habe erleben dürfen. Was ich über das Menschengeschlecht gesagt habe, trifft auch auf mich zu – ich kann bösartig, rechthaberisch, egoistisch und ungeduldig sein und kann auf andere herunterblicken, und manchmal fällt mir das leichter, als gütig und geduldig zu sein. Aber immer dann, wenn Güte, wenn Liebe für meine Mitmenschen ohne Ansehen von Rang, Rasse oder Religion natürlich aus mir herausfliesst, weiss ich, dass Gott in mir wirkt.

Mehr als alles andere wünsche ich mir, dass die Angst und das Dunkel dieser Zeit Menschen zu Gott führen. Dadurch wird nicht sofort alles anders, aber wenn Menschen sein Angebot annehmen, sich berühren, heilen und verändern lassen, dann besteht Hoffnung für die Zukunft.

Wir können nicht, aber ER kann. ER kann in UNS. Und je mehr wir uns von ihm leiten lassen, desto stärker wird sein Reich sichtbar.  Wo die Welt aufklafft, wo sich Wunden auftun, öffnet sich auch immer Raum für das Licht. Das Licht, das von ihm kommt, das Licht, das uns vor zweitausend Jahren erschienen ist. Das Echte Licht.

Ich wünsche Euch allen eine segensreiche, lichtvolle Weihnachtszeit.
Be blessed!

Der Erste Advent kommt mir in aller Regel zu früh. Ich kann an einer Hand abzählen, in welchen Jahren ich auf den Termin tatsächlich einen Adventskranz im Haus hatte oder wann das Kripplein schon aufgestellt, geschweige denn eine opulente Bekränzung und Schmückung der Wohnung vollzogen war. Ich finde das alles zwar schön (genauso wie ein aufgeräumtes, sauberes Haus), aber irgendwie kriege ich es einfach nicht hin (genauso wie…Ihr wisst schon).

Dieses Jahr ist keine Ausnahme – wenn überhaupt, ist es noch schlimmer als sonst. Mein Mann und ich sind gestern von ein paar Tagen Italienferien nach Hause gekommen, waren nicht mehr einkaufen und hatten vor der Abreise auch nichts mehr unternommen, um das Haus herzurichten. Aber das macht mir nichts aus, denn dass ich zu nichts kam, hat einen Grund. Das Wichtigste, was ich auf den Ersten Advent bereit haben wollte, ist geschafft:

„Echtes Licht“, mein Weihnachtsgeschenk an Euch und die Welt, ist veröffentlicht und auf meiner Shopseite zum Gratis-Download erhältlich. Ich freue mich riesig!

Ich vermeide es normalerweise, hier auf dem Blog viel Werbung für meine „Produkte“ zu machen, aber heute mache ich aus mehreren Gründen eine Ausnahme: Zum einen, weil das Lied gratis zu haben ist, weil ich mir sehr wünsche, dass viele von Euch es hören, und weil das Lied an das rührt, was mir auch auf dem Blog am wichtigsten ist.

Ich bin nun seit über drei Jahren am Bloggen, und meine Snacks haben unterschiedlichste Formen angenommen. Mal waren sie leicht, süss und luftig, mal voller Ballaststoffe, mal trockener und manchmal auch schwer verdaulich. Ich habe Euch an meinen Kämpfen und Freuden teilhaben lassen, und vielleicht habe ich es mit den Kämpfen manchmal etwas übertrieben.

Mit dem Release von „Echtes Licht“ ist mir wieder bewusst geworden, dass es mir in meinem Leben und meinem Schaffen vor allem um zwei Dinge geht: Ich möchte Licht, aber auch Wahrheit verbreiten.

Viele beanspruchen für sich, dass sie Licht verbreiten, aber nicht überall, wo Licht draufsteht, ist auch welches drin. Sehr oft ist das vermeintliche Licht trügerisch, und die Hoffnung und der Sinn, die es uns versprochen hat, stellen sich als Trugschluss heraus und locken uns auf einen Pfad, der uns dunkler, hungriger und trauriger zurücklässt. Darum ist Licht nur mit Wahrheit wirklich wertvoll; darum verschreibe ich mich nicht nur dem Licht, sondern auch dem Wahren.

Es mag anmassend wirken, wenn ich so von der Wahrheit spreche, aber im Grunde glaubt ja jeder von uns etwas – und ich kann nur über das schreiben, was mich selbst überzeugt. Was ich glaube, warum ich es glaube, wie ich dahingekommen bin und was es in mir bewirkt hat – das und mehr klingt in „Echtes Licht“ an. Das Video dazu wurde in Bern aufgenommen, der Stadt, die mit meiner Suche eng verbunden ist.

Ich hoffe, dass Ihr Euch das Video anschaut und Euch den Song holt, und ich hoffe noch mehr, dass er Euch in dieser Adventszeit ein Licht ist sein kann. Damit wünsche ich Euch eine schöne, besinnliche Adventszeit. Sucht und findet Momente der Stille, des Staunens, des Wunders und des Wunderns in dieser hektischen Zeit. Und auf bald…!